| Veranstaltung: | Landesmitgliederversammlung 2026 in Marburg |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.1.4. Schatzmeister*in (FLINTA*-/offener Platz) |
| Antragsteller*in: | Leon Thurn (KV Rheingau-Taunus) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 12.10.2026, 19:36 |
A2: Leon Thurn
Selbstvorstellung
Liebste GRÜNE JUGEND Hessen,
Krisen erschüttern die ganze Welt. Überall sind Kriege, das Leben wird immer teurer und über allem steht die Klimakatastrophe, deren krasse Auswirkungen wir dieses Jahr in ganz Hessen zu spüren bekommen haben. Ob ausgetrockneter Rhein, Waldbrände im Taunus oder 40 Grad heiße Tage in versiegelten Städten.
Kurz gesagt: die Lage ist ganz schön beschissen.
Doch trotz all der Schwere, ist die GRÜNE JUGEND für mich der Ort, an welchem ich das Gefühl habe, wirklich etwas verändern zu können.
Deshalb bewerbe ich mich als euer Landesschatzmeister mit folgenden Schwerpunkten:
- Kommunen in der Krise – Finanzierung der Kommunen endlich sicherstellen!
Die Probleme in den Kommunen sind über ganz Hessen verteilt sehr ähnlich: die meisten Kommunen stecken in einer herben finanziellen Krise. Das hat Konsequenzen direkt vor Ort: beispielsweise der Betrieb des Schwimmbads, der Öffentliche Personennahverkehr oder der Jugendclub; all das wird in Frage gestellt.
Als kommunaler Mandatsträger ist die Situation teilweise sehr frustrierend. Da die Kommunen mit immer mehr Aufgaben überschüttet werden, bleibt der Politik in der eigenen Stadt nicht mehr viel Spielraum und trotzdem muss der Haushalt auf Kosten der Lebensqualität in der Stadt konsolidiert werden.
Dabei ist die finanzielle Krise der Kommunen zwar strukturell bedingt, aber nicht naturgegeben. Bund und Land müssen endlich wieder das Konnexitätsprinzip beachten; also wer bestellt, bezahlt auch.
Wie sonst sollen wir vor Ort die immer mehr gewordenen Aufgaben finanzieren?
Denn hier in unserer Stadt, in unserer Gemeinde entscheidet sich, ob die Demokratie noch als wirkungsfähig angesehen wird. Wenn die Straßen marode werden, Jugendclubs schließen oder der Bus nicht mehr fährt, verlieren die Menschen das Vertrauen in unsere Demokratie. Und all das ist eine Frage der Finanzierung!
Und trotz dieser schwierigen Situation in den Kommunen haben wir es als GRÜNE JUGEND Hessen geschafft, bei den Kommunalwahlen Anfang 2026 viele junge Menschen in ganz Hessen in Kommunalparlamente zu wählen. Gerade weil die Lage aber zum Teil so frustrierend sein kann, möchte ich die Vernetzung zwischen kommunalen Mandatsträger*innen innerhalb der GRÜNEN JUGEND Hessen voranbringen. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!
- Klimaschutz und Klassenfrage gemeinsam denken – Reiche ab an die Kasse!
Die Klimakatstrophe trifft die ärmsten Menschen am stärksten. Wenn Menschen bei 40 Grad erstmal überlegen müssen, ob sie sich Hitzeschutzmaßnahmen, wie den Freibadbesuch oder eine Klimaanlage in der Wohnung, überhaupt leisten können, dann sprechen wir hier ganz klar von einem enormen Gerechtigkeitsproblem, was auch endlich so benannt werden muss!
Dabei sind es die Reichen, die jedes Jahr Unmengen an Treibhausgasen ausstoßen und mit ihrem Lebensstil die Klimakrise katalysieren. Dabei sind sie es, die durch fossile Energieträger ihren Gewinn jedes Jahr noch weiter steigern.
„Tax the rich“ ist so verdammt überfällig, denn während die Kommunen drastisch unterfinanziert sind, die Lebensmittelpreise rapide ansteigen und Wohnraum für junge Menschen teilweise nicht mehr bezahlbar ist, machen die reichsten Menschen auf unserem Planeten jedes Jahr Rekordgewinne.
Eine solche Ungerechtigkeit schürt natürlich Frust und genau deshalb müssen wir unsere Kämpfe zusammenführen.
Deshalb müssen wir offensiv für mehr Klimagerechtigkeit einstehen und Verteilungsprobleme als das, was sie sind, adressieren: extreme Ungerechtigkeit!
- Stärkung der Kreisverbände: Dort, wo das Herz der GRÜNEN JUGEND schlägt
Unsere Kreisverbände sind die tragende Säule der GRÜNEN JUGEND. Vor Ort haben wir den Raum, um über politische Themen zu diskutieren, uns über Probleme auszutauschen und Bildungsarbeit zu machen, welche die wirkliche Breite des Verbandes erreicht. Genau diese Bildungsarbeit möchte ich stärken und mehr Workshops und Bildungsangebote in die Kreisverbände bringen. Nur so werden wir als GRÜNE JUGEND inhaltlich richtig schlagfertig!
Finanzen sind das Rückgrat unser Verbandsarbeit. Wie viel Geld wir in den Kreisverbänden vor Ort zur Verfügung haben, definiert, ob wir einen Abend mit Pizza veranstalten können, oder ob das Geld nicht mal für ein Getränk für alle ausreicht.
Ich möchte dafür auf allen Ebenen einstehen, dass alle Kreisverbände angemessene finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um krasse politische Arbeit überhaupt erst möglich zu machen.
Denn so viel sollte klar sein: die Finanzierung unserer Kreisverbände darf nicht davon abhängen, wie die Beziehungen zu den Schatzmeister*innen der GRÜNEN im Moment aussehen, sondern sie muss langfristig gesichert sein.
Als Sprecher eines ländlichen Kreisverbandes kenne ich die Schwierigkeiten, die der ländliche Raum mit sich bringt: große Entfernungen, kaum Anbindung mit dem ÖPNV und niedrigere Mitgliederzahlen. Dabei glaube ich, dass wir gerade im ländlichen Raum aktiver, lauter und schlagkräftiger werden müssen, um den Menschen in Zeiten des Erstarken von Rechtsextremismus eine klare Gegenutopie zu bieten.
Ich möchte, dass Perspektiven aus dem ländlichen Raum oberste Priorität genießen und mir im Landesvorstand Gedanken machen, wie wir Strukturen dort aktiv noch mehr stärken können.
Einen Einstieg bei der GRÜNEN JUGEND für Neumitglieder zu finden, kann extrem schwierig sein. Wie unsere Gremien und Strukturen funktionieren, welche Abkürzungen verwendet werden und welche Menschen wo Verantwortung tragen, ist anfangs super undurchsichtig.
Ich möchte, dass unsere Neumitglieder sich von Anfang an bei uns wohl fühlen und stehe deshalb für eine besser Einbindung von Neumitgliedern ein. Dazu gehört, dass wir immer und überall unsere Sprache erklären, aber auch, dass wir aktiv Angebote in den Kreisverbänden schaffen, um über unsere Strukturen bei Neumitgliedern aufzuklären.
Neben der aktiven Einbindung von Neumitgliedern müssen wir uns jedoch auch Gedanken darum machen, wie wir sie überhaupt gewinnen. Mit dem Landesvorstand möchte ich eine Neumitgliederstrategie in die Kreisverbände bringen, damit wir als Verband dem Rechtsruck aktiv etwas entgegensetzen können.
Bei der aktuellen Lage ist es sehr schwierig, die Hoffnung zu behalten. Bei der GRÜNEN JUGEND Hessen aber habe ich die Hoffnung, dass wir den Kampf für ein besseres Morgen gewinnen können, denn: wir alle haben ein Recht auf Zukunft!
Bei Fragen meldet euch gerne. Wir sehen uns auf der Landesmitgliederversammlung!
Alles Liebe
Leon
Über mich:
Ich bin 20 Jahre alt und wohne in Taunusstein. Ich studiere Publizistik im Bachelor an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. In meiner Freizeit mache ich gerne Musik, lese und mache viel unterschiedlichen Sport.
In der GRÜNEN JUGEND/BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN:
Seit 2022: Mitglied der GRÜNEN JUGEND und bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Seit 2024: Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheingau-Taunus
Seit März 2026: Stadtverordneter der Stadt Taunusstein und Mitglied des Ortsbeirats Taunusstein-Neuhof
Seit März 2026: Mitglied im Bildungsteam der GRÜNEN JUGEND Hessen
Kontakt:
Bei Fragen oder Ideen schreibt mir gerne!
Signal: leon_thrn.32
Instagram: leon_thrn
- Alter:
- 20
- Geburtsort:
- Wiesbaden