| Veranstaltung: | Landesmitgliederversammlung 2026 in Marburg |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.1.3. Politische Geschäftsführung (FLINTA*-/offener Platz) |
| Antragsteller*in: | Theo Schmuck (KV Gießen) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 15.10.2026, 03:15 |
A4: Theo Schmuck
Selbstvorstellung
(Übersetzung in Leichte Sprache unten)
Bildbeschreibung: Theo hat kurze, hellbraune Haare. Theo trägt ein dunkelblaues T-Shirt und eine dunkelgrüne Jacke. Theo schaut mit einem leichten Lächeln in die Kamera. Der Hintergrund ist leicht verschwommen und zeigt einen versiegelten Innenhof. Vereinzelt liegen braungewordene Baumblätter auf dem Platz.)
Hallo Du,
danke, dass du meine Bewerbung liest.
Unser kommendes Verbandsjahr ist ein (fast) wahlkampfloses Jahr. Ich möchte diese Zeit für uns nutzen. Hier findest du meine Vorschläge für das neue Verbandsjahr.
Kurzgesagt: Vernetzung!
Langgesagt: Folgt jetzt!
Kreisverbände in ihrer Selbstwirksamkeit befähigen
Die GJH besteht mittlerweile aus 20 Kreisverbänden und einem Ortsverband (Tendenz wachsend!). Deshalb sind die Herausforderungen von Ort zu Ort unterschiedlich. Wenn es Herausforderungen innerhalb des Kreisverbandes gibt, dann oft, weil es diese drei Bereiche betrifft: Mitglieder, Treffen oder dem gemeinschaftlichen Drang nach Veränderung nachgehen zu können.
Wenn ein Kreisverband wenig bis keine Mitglieder hat, sind wir weniger handlungsfähig.
Wenn ein Kreisverband zwar Mitglieder hat, diese sich aber nicht oft begegnen können, fehlt der Raum, um Ideen auszuprobieren und diskutieren zu können.
Der gemeinschaftliche Drang nach Veränderung fehlt selten im Kreisverband. Als (neues) Mitglied kommt man zur GRÜNEN JUGEND, weil man sich einer Bewegung anschließen und etwas verändern möchte. Die Frage ist, ob wir es schaffen uns für die gleichen Projekte zu begeistern und die Zeit dafür haben oder in Orgaarbeit versinken. Letzteres passiert am Häufigsten: Kreisverbände, die ihre politischen Herzensthemen liegen lassen müssen, um ihren Kreisverband erhalten zu können. Darum möchte ich im nächsten Jahr in drei Phasen unsere Kreisverbände stärken.
Phase I: Kennenlernen des Status Quo (Dezember bis Ende Januar)
Ihr wisst, dass es Landesvorstandsmitglieder gibt, die für euch zuständig sind. Als Landesvorstand ist diese Zuständigkeit meiner Meinung nach die wichtigste Zuständigkeit, die wir haben. Als Landesvorstand gewinnen wir dadurch einen Überblick, wie viele Aktive es gibt, wo die Interessen & Wissen eines Kreisverbandes bzw. einzelner Mitglieder liegen, wer mögliche Kontakte zu anderen Organisationen, Instituten oder Erfahrungen in einem bestimmten Bereich mitbringt und wo wir schließlich neue Ideen entwickeln, um diese mit euch im Austausch erarbeiten können.
Mit dem neuen Landesvorstand sehe ich die erste Aufgabe, dass die Landesvorstandsmitglieder sich mit euch treffen und von euch Feedback sammeln. Dieses Feedback soll erste Termine für Klausuren und Regionaltreffen abgleichen und genau festhalten, was euch akut beschäftigt, euer Plan für die nächsten Monate und wo ihr Herausforderungen in der Umsetzung eurer Ziele seht.
Phase II: KV-LV Treffen und Regionaltreffen (Februar bis Ende April)
Vorständeforum, KV-LV-Treffen oder Verantwortungsträger*innen Treffen. Der Name wechselt, die Idee bleibt: Ein mitgliederoffenes Austausch-, Weiterbildungs- und Diskussionsformat wo wir uns treffen, um Strukturfragen, Kampagnenideen und Kreisverbandsarbeit zu thematisieren. Dieses Format möchte ich gerne zweimal vor und einmal nach dem Sommercamp stattfinden lassen.
Dazu möchte ich ein neues Format ausprobieren: Das Regionaltreffen. In der Vergangenheit haben wir verschiedene Bildungs- oder Vernetzungstage für Süd-, Mittel- und Nordhessen veranstaltet. Ich möchte darauf aufbauen.
Picture this: Es ist ein sonniger später Vormittag in Darmstadt. Ganz Südhessen kommt vorbei, um Skillsharing-Slots und Diskutierformate für die Kreisvorstandsarbeit mitzunehmen. Gestaltet wird das Programm aus eurem Feedback aus Phase I und erarbeitet/vorgetragen von dem Landesvorstand sowie dem Bildungs-, Social-Media- und Awarenessteam! Danach ist genug Zeit eingerechnet, damit wir zusammen essen & ihr euch untereinander als Nachbar*innen kennenlernen könnt.
Und die Ergebnisse von diesem Treffen? Werden am Folgetag in einer Klausur mit dem Landesvorstand, Bildungsteam oder GJ-Trainer*innen bearbeitet. Hier soll euer dringendste Problem unter die Lupe genommen und an Lösungen gemeinsam gearbeitet werden. Die Regionaltreffen sollen jeweils in Nord-, Mittel- und Südhessen stattfinden.
Das ist zumindest die Idee! Ihr merkt, hier hängen viele what ifs dran. Aber ich möchte dieses Format ausprobieren, damit mehr Mitglieder die Chance haben andere KVs kennenzulernen auch außerhalb vom Sommercamp oder den LMVs.
Phase III: Eine GJH Kampagne?! (Mai bis August)
Zu diesem Zeitpunkt möchte ich mit euch gemeinsam evaluieren, ob eine GJ(H) Kampagne bei euch möglich aussieht. Konnte sich eure KV-Arbeit so verändern, dass ihr mehr Kapazitäten habt, um Inhalte zu setzen?
Falls nein – dann fokussieren wir uns darauf, Angebote zu machen, die an euren Problemen ansetzen. Zu wenig Mitglieder? Neumitglieder- und Einbindungsangebote. Ihr habt keine Kapazitäten für Treffen? Wir finden Möglichkeiten, bei euch Veranstaltungen zu organisieren und euch so zu entlasten. Ihr habt zu viele Ideen aber zu wenig Zeit oder sogar Geld? Wir brechen herunter, wie ihr die Ideen Step-by-Step in verschiedenen Formaten thematisieren könnt und gehen mögliche Geldhähne durch (& setzen uns auch gerne für mehr Geld von euren Altgrünen ein).
Falls ja – dann ja geil! Dann können wir mit einer gemeinsamen Kampagne loslegen.
Wie kann so eine Kampagne aussehen?
Daran möchte ich mich orientieren:
1) Wir brechen eure Herzensthemen herunter und schauen, was vor Ort bei euch eine realisierbare Forderung ist, die das Thema bekämpft/unterstützt,
2) Wir überlegen uns Aktionsformate/Treffen zu eurer Forderung, die für euren Ort und Budget passen,
3) Wir unterstützen euch bei der Gestaltung, Bewerbung und Pressebegleitung dieser Aktionen/Treffen, wenn ihr das braucht,
4) Wir arbeiten mit unseren GJ-Kommunalis (und denen aus der Grünen Fraktion zusammen, die euch auch unterstützen), um eure Forderung als Antrag über die Fraktion einzubringen. Falls es inhaltliche Überschneidungen mit anderen KVs gibt, möchte ich diese Aktionen koordinieren!
5) Wir verbinden eure Aktionsformate mit dem Antrag, um bei euch vor Ort das Thema nachhaltig zu platzieren.
Theo bist du jetzt fertig? Ich hab langsam keine Lust mehr zu lesen
Fast!
- Seit März ist eine starke Anzahl an GJ Leuten in die Kommunalparlamente gekommen. Deshalb möchte ich mit dem neuen Landesvorstand weitere Kommunali-Räume anbieten, die Weiterbildungs- und Austauschangebote für die verschiedenen Ausschüsse angepasst sind.
Mein Wunsch: Koordinierte Anträge, die wir mit pressewirksamen GJH Aktionen kombinieren.
So zeigen wir, dass wir viele sind und unsere Zukunft selbst gestalten!
- Ich bin davon überzeugt, dass wir am Meisten voneinander lernen können. Wir haben vielseitiges Wissen in diesem Verband. Leider wissen aber vorallem die Mitglieder von diesem breiten Wissen Bescheid, die schon einige Jahre aktiv sind und viele Leute auf Landesebene kennenlernen konnten. Damit wir dieses Wissen bündeln und alle abrufen können, braucht es 1) weiterhin landesweite Treffen für Basismitglieder und andere Verantwortungsträger*innen sowie 2) eine Archivierung dieses Wissens.
- Wie können wir Wissen speichern? In den letzten zwei Jahren durfte ich mit Nora und Magnus aus der LGS an einem KV-Reader arbeiten. Dieser Entwurf ist mittlerweile bei 90 Seiten. Unser Ansatz war und ist, dass wir ein Nachschlagewerk schaffen, dass einige Jahre halten wird. Ich möchte mit einer mitgliederöffentlichen Arbeitsgruppe diesen Prozess abschließen. Ihr wisst, ob ihr ausreichende Antworten vorfinden werdet. Und ihr könnt eure (Projekt) Erfahrungen, ebenfalls festhalten um sie anderen weiterzugeben. Diesen Prozess möchte ich ebenfalls vor dem Sommercamp abschließen.
- Wir haben zwar keinen Wahlkampf, aber im kommenden Jahr werden sich die Grünen wieder auf die Landtagswahl vorbereiten. Genau wie bei der Kommunalwahl möchte ich, dass wir als GJH unsere Inhalte im Wahlprogrammsprozess einbringen. Hier geht es darum, dass wir als Landesvorstand, unseren Arbeitskreise und alle Mitglieder, die mitschreiben wollen, uns austauschen und zusammenarbeiten.
- Um den Austausch zwischen Kreisvorständen und dem Landesvorstand zu verbessern, sollen in unserer KV-Sprechigruppe unsere Termine früher zum Blocken geteilt werden und monatliche KV-LV Calls stattfinden.
- Wir haben aktuell verschiedene Mitgliedervernetzungsgruppen (für queere Mitglieder, migrantisierte Mitglieder, Mitglieder mit Behinderung und chronischen Erkrankungen, FLINTA* Mitglieder – und bald auch offiziell eine U20/Schüli Vernetzung). Diese sind aber aktuell nicht stark aktiv – was nachvollziehbar ist! Allesamt sind es Betroffenengruppen aus aktiven GJ Mitglieder, die jetzt schon ihre Kapazitäten in ihren Kreisverband stecken. Darum ist es auch immer wieder schwierig für die verschiedenen koordinierenden Personen, hier Energie reinzustecken.
Ich möchte im kommenden Jahr mit direkt umsetzbaren Formaten starten: Vernetzungsrunden außerhalb auf den LMVs und Vernetzungstreffen mit Vorbildern (aus der GJ, Partei oder anders organisiert).
Und Kurzausflüge für Vernetzungstreffen und Neumitgliedertreffen, die für die Gewinnung marginalisierter Personen und dem Kennenlernen der aktiven Basis ausgelegt sind.
Bis hier her geschafft? Danke für das Lesen! Das bedeutet mir wirklich viel.
Hast du noch Fragen? Weitere Ideen? Zweifel oder Kritik? Schreib mir!
Signal: theokratie.22
Ich würde mich über dein Vertrauen freuen.
Bis Marburg!
Theo
In Leichte Sprache:
Ich danke dir, dass du meine Bewerbung liest.
Ich habe Vorschläge für das neue Verbandsjahr.
Das Jahr hat fast keinen Wahlkampf.
Ich will die Zeit für uns nutzen.
Ziel: Vernetzung
Ich will die Kreisverbände stärken.
Die GRÜNE JUGEND Hessen hat 20 Kreisverbände und einen Ortsverband.
Die Probleme sind unterschiedlich.
Die Probleme sind wenige Mitglieder, wenige Treffen oder die Zeit für Politik.
Viele wollen etwas verändern.
Aber viele müssen viel organisieren und haben keine Zeit für Politik.
Ich möchte in drei Phasen die Kreisverbände stärken.
Phase 1 ist das Kennenlernen.
Das ist von Dezember bis Januar.
Die Landesvorstandsmitglieder treffen die Kreisverbände.
Sie sammeln Feedback und hören zu.
Sie planen Termine und fragen nach Problemen.
Phase 2 ist Treffen und Austausch.
Phase 2 ist von Februar bis Ende April.
Es gibt Treffen für Vorstandsmitglieder und Basismitglieder.
Dort sprechen wir über Kreisverbandsarbeit und Kamapgnen.
Ich möchte zwei Treffen vor und eins nach dem Sommercamp machen.
Ich will auch Regionaltreffen in Nord-, Mittel- und Südhessen machen.
Bei den Regionaltreffen lernen wir voneinander.
Wir machen Workshops und lernen uns kennen.
Das Programm kommt aus dem Feedback von Phase 1.
Der Landesvorstand und unsere Teams bereiten das Programm vor.
Wir essen zusammen und verbringen Zeit miteinander.
Die Ergebnisse aus den Workshops besprechen wir am nächsten Tag.
Am nächsten Tag soll es um die Probleme im Kreisverband gehen.
Der Landesvorstand, Bildungsteam oder Trainer*innen arbeiten mit euch an Lösungen.
Phase 3 ist eine GRÜNE JUGEND Hessen Kampagne.
Phase 3 ist von Mai bis August.
Wir prüfen, ob eine GJH Kampagne möglich ist.
Ihr sagt, ob ihr nach Phase 2 mehr Zeit für Politik gewonnen habt.
Wenn nein, arbeiten wir an den Problemen.
Zum Beispiel mit Veranstaltungen, um mehr Mitglieder zu finden.
Oder wir planen Treffen in eurer Nähe für euch.
Wenn ihr nach Phase 2 mehr Zeit für Politik gewonnen habt, starten wir eine Kampagne.
Wir wählen mit euch eure wichtigsten Themen aus.
Wir planen Aktionen, die zu euch passen.
Wir helfen bei Werbung und Presse.
Wir bringen eure Forderungen in die Politik ein.
Wir verbinden Aktionen mit politischen Anträgen.
So bleibt das Thema bei euch wichtig.
Viele GJ Mitglieder sind seit März in Kommunalparlamenten.
Ich möchte neue Weiterbildungen für deren Ausschüsse anbieten.
Ich möchte gemeinsame Anträge mit Aktionen machen.
Das zeigt, wie viele wir sind und was wir wollen.
Wissen teilen und speichern.
Wir lernen viel voneinander.
Das Wissen ist oft nur bei alten Mitgliedern
Wir arbeiten an einem Nachschlagewerk für Kreisverbände.
Es hat schon 90 Seiten.
Ich möchte in einer Arbeitsgruppe mit euch arbeiten.
Dann könnt ihr eure Erfahrungen darin festhalten.
Wir machen das vor dem Sommercamp fertig.
Das Wahlprogramm für die Landtagswahl kommt bald.
Wir können mitmachen.
Ich will mit euch und den Arbeitskreisen austauschen und zusammenarbeiten.
So schreiben wir gemeinsam an dem Wahlprogramm.
Ich will den Austausch zwischen Kreisvorständen und Landesvorstand verbessern.
Dafür sende ich die Termine früher.
Ich will monatliche Zoom Treffen mit den Kreisvorständen.
So sprechen wir uns besser ab.
Ich danke dir für das Lesen.
Mir ist das wichtig.
Schreibe mir bei Fragen oder Kritik.
Auf Signal erreichst du mich als theorkatie.22
Wir sehen uns auf der Landesmitgliederversammlung in Marburg.
- Alter:
- 27
- Geburtsort:
- Karlsruhe